Say Moin Not War – Vintage Merch Kollektion

19. Februar 2026

Wilke Zierden / Moin Alda

Content Creator, Merchandise, Streetwear, Upcycling

01/2021 - 02/2021 (Design), 03/2021 (Launch)

Say Moin Not War

Für Wilke Zierdens Merch-Marke „Moin Alda“ habe ich 2021 die komplette Kollektion „Say Moin Not War“ gestaltet – von der ersten Skizze bis zur produktionsreifen Datei. Basis: alte Militärkleidung aus Bundeswehrbeständen, neu bestickt und bedruckt. Das Design sollte roh und handgemacht wirken, sich auf olivgrünem Vintage-Textil behaupten und trotzdem sofort als eigenständige Marke lesbar sein. Die Kollektion umfasste über 20 Artikel in drei Veredelungsverfahren und war nach dem Launch am 15. März 2021 schnell vergriffen.

Projektdetails

Kund:in

Wilke Zierden / Moin Alda

Branche

Content Creator, Merchandise, Streetwear, Upcycling

Kanäle

Instagram, Online Shop (Moin Alda)

Ziel­gruppe

Bestand + Neukunden über Drop-Kommunikation

Rolle

Illustration + Grafikdesign + Produktionsabstimmung (Lead, hands-on)

Kate­gorie

Leist­ung

Grafikdesign, Illustration, Schriftzuggestaltung, Druckvorbereitung, Produktionsabstimmung

Wer eine Merch-Kollektion gestalten lassen will, braucht mehr als ein gutes Motiv: Es muss auf Stickerei, Print und Sublimation funktionieren – und auf dem Material, das du bereits hast. Genau solche Kollektionen – von der Illustration über den Schriftzug bis zur produktionsreifen Datei – entwickle ich so, dass sie nicht nach Preset aussehen, sondern nach Marke.

Tools

Adobe Illustrator, Photoshop

Umfang

2 Hand-Illustrationen (Hauptmotiv + Emaille-Pin-Variante), Schriftzug „Say Moin Not War", Special Edition Trikot-Design, Druckdaten und Stickdateien für über 15 Vintage-Artikel + 5–10 Neuprodukte (Pins, Becher, etc.)

Case Study

Umfang:

1. Challenge

Wer eine Merch-Kollektion gestalten lassen will, erwartet meist ein fertiges Template. Hier war das Gegenteil gefragt: alte Militärkleidung aus Bundeswehrbeständen sollte zu einem kohärenten Produkt werden – für einen Creator, dessen Marke auf Humor, Authentizität und norddeutscher Identität basiert. Das Design musste sich auf olivgrünem Vintage-Textil behaupten und gleichzeitig sofort als eigenständige Marke lesbar sein. Kein Clean-Cut-Look, kein generisches Streetwear-Template. Gefragt war Persönlichkeit – erkennbar, reproduzierbar, produzierbar.

2. Strategie & Konzept

Der Ansatz war klar: Handgezeichnete Elemente statt Vektorsauberkeit. Wer eine Streetwear-Kollektion auf Vintage-Basis gestalten lässt, braucht Motive, die zur Rohheit des Materials passen – nicht dagegen arbeiten. Das zentrale Emblem, eine illustrierte Hand, greift die Haptik der alten Textilien auf und verstärkt sie. Der Slogan „Say Moin Not War“ funktioniert als Wortspiel erst, wenn er auch visuell eine Haltung hat: pazifistisch, aber mit Schmunzeln. Zwei Illustrationsvarianten entstanden – eine für großflächige Textilveredelung, eine kompaktere für den Emaille-Pin. Dazu ein eigenständiger Handschriftzug als Wortmarke, konsistent über alle Produkte.

3. Umsetzung

Die Designs entstanden in engem Austausch mit Wilke Zierden – freie Hand bei der Gestaltung, finale Freigabe durch ihn. Parallel dazu lief die Abstimmung mit Speckmann Werbetextilien zu Fertigungsverfahren, Dateistandards und technischen Anforderungen. Stickerei, Sublimation und Print stellen unterschiedliche Ansprüche an Farbigkeit, Detailgrad und Dateiformat – jedes Motiv wurde entsprechend angepasst und in produktionsreife Daten überführt. Genau das ist der Teil, den viele unterschätzen, wenn sie eine Merch-Kollektion gestalten lassen: die Übersetzung von Design in Produktion ist eigene Arbeit. Das Trikot-Design entstand als zusätzliche Variante im Stil der Kollektion, wurde im Produktionsprozess jedoch nicht weiterverfolgt. Launch: 15. März 2021.

4. Resultat & Learnings

Die Kollektion ging am 15. März 2021 live und war laut Auftraggeber schnell vergriffen. (Annahme: Ausverkauf innerhalb weniger Wochen, nicht durch Verkaufsdaten belegt.) Die Community-Reaktionen auf Instagram zeigten eine starke Identifikation mit dem Emblem – bis hin zu Tattoo-Anfragen und Wunsch nach weiteren Produktvarianten.
Learnings:

• Handgezeichnete Illustrationen erzeugen auf Vintage-Textil eine Authentizität, die digitale Vektorgrafik nicht repliziert
• Wer eine Merch-Kollektion gestalten lassen will, sollte die Produktionsabstimmung von Anfang an einplanen – Veredelungsverfahren bestimmen gestalterische Spielräume stärker als das Briefing
• Ein starkes Emblem übernimmt die Markenarbeit: die Community fragte nach Ableitungen (Abnäher, Rückenprint, Tattoo), bevor der Shop live war
• Freiheit im Prozess funktioniert nur mit klarer Freigabe-Struktur am Ende

Credits

Illustration / Grafikdesign / Druckvorbereitung: Fabian Wolfram
Veredelung / Produktion: Speckmann Werbetextilien
Fotografie: Yvonne Cwynar
Models: Chiara Gianti · Janosch Nee
Client / Abnahme / Direction: Wilke Zierden

Wer eine Merch-Kollektion gestalten lassen will, braucht mehr als ein gutes Motiv: Es muss auf Stickerei, Print und Sublimation funktionieren – und auf dem Material, das du bereits hast. Genau solche Kollektionen – von der Illustration über den Schriftzug bis zur produktionsreifen Datei – entwickle ich so, dass sie nicht nach Preset aussehen, sondern nach Marke.
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